Das Ensemble Collegio per Sonare, bestehend aus Musikern des Oberkärntner Raumes hat sich zur Aufgabe gesetzt, die jahrhundertealte Tradition der höfischen Bläsermusik mit neuem Leben zu erfüllen. Diese Tradition, die verschiedene Wurzeln hat und die selbst eine der Wurzeln des modernen Blasorchesters ist, fußt auf dem Repräsentationsbedürfnis der Fürstenhöfe der Zeit des Absolutismus im späten 19. Jahrhundert. Kaiser Josef II. reduzierte z.B. das riesige barocke Hoforchester, dass ihm seine Mutter Kaiser Maria Theresa hinterlassen hatte und initiierte eine Harmoniemusik, für die quasi alle großen Komponisten der Zeit Werke beisteuerten (z.B. die berühmte Gan Partita von W.A. Mozart) und für die auch viele Opernauszüge zum Zwecke von Freiluftaufführungen arrangiert wurden.