Alle reden von Kaiserin Sisi, aber wie ging es den „richtigen“ Menschen im 19. Jh., den Kindern der armen Arbeiterschichten, Alleinerziehenden, Witwen? Als Ada Christen in der zweiten Hälfte des 19. Jh. ihre Werke schrieb, hatten große Teile der Bevölkerung noch keinen richtigen Zugang zu Bildung, die Kinder der armen Leute sollten bereits früh etwas dazuverdienen. Im Winter wurde um Brennmaterial gerauft und das letzte Brot musste genau eingeteilt werden. Die „gute, alte Zeit“ war bei weitem nicht für alle so. Trotzdem resignieren diese Menschen nicht, sie träumen von einer besseren Welt und erfreuen sich an den „kleinen Dingen des Lebens“. So ist das Theaterstück auch sehr humorvoll interpretiert.

Die Liebesgedichte der großen Favoritner Schriftstellerin Ada Christen waren schlagartig ein Sensationserfolg, obwohl es im 19. Jh. für eine Frau noch sehr ungewöhnlich und schwierig war als Autorin aufzutreten. Heute ist sie ungerechtfertigt in Vergessenheit geraten. Ihre gesellschaftskritischen Erzählungen beeinflussten die frühen Naturalisten und machen als wahre Zeitdokumente auf soziale Missverhältnisse aufmerksam.

Die faszinierende Schauspielerin RITA LUKSCH holt die sogenannten kleinen Leute vor den Vorhang, die es damals alles Andere als leicht hatten. Begleitet werden sie und GEORG O. LUKSCH, Komposition von ERICH HEYDUCK, Experimentalfilm mit einfühlsamen, emotionalen Visuals.

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