Freitag, 10.07.2026
um 19:00 Uhr




„Olle schaun, olle zaahn, olle drahn“ singen Die Strottern & JazzWerkstatt Wien im ersten Lied ihrer CD „Wo fangts an (2015)“. Mit diesen Worten könnte man auch den aktuellen Mundart-Hype in der österreichischen Musikszene beschreiben, für dessen Wiener Ausformung Die Strottern mitverantwortlich sind. Ausgangspunkt sind zumeist wienerische Mundarttexte, die die althergebrachte Larmoyanz hintanstellen, dafür umso mehr poetische Kraft und scharfsinnige Reflexionen zeitthematischer Gesellschaftszustände auftischen. Als Autoren sind neben Klemens Lendl schon seit vielen Jahren Peter Ahorner, Karl Stirner und Christian Tesak mit an Bord. Auf ihrem aktuellen Album „Sieben Zwetschken“ haben die Musiker erstmals mit der vielfach ausgezeichneten Schriftstellerin Teresa Präauer zusammengearbeitet.

Die Strottern & JazzWerkstatt Wien
Seit vielen Jahren suchen die Strottern nach immer neuen und heute gültigen Ausdrucksmitteln und Themen für das Wienerlied. In Kooperation mit der JazzWerkstatt Wien haben sie mit der CD „Elegant“ erstmals 2009 das Format erweitert: Mit Rhythm-Section, Bläsern, E-Gitarre und Piano wird aus dem Wienerlied-Duo eine kleine Big Band. Musikalisch werden Grenzen überschritten. Alle Beteiligten entfernen sich ein Stück weit von ihrem angestammten Terrain, ohne aber ihre eigene Handschrift zu verlieren. Nun präsentieren sie nach acht Jahren ihr neues drittes Album „Sieben Zwetschken“. Hier gelingt es, vieles gleichzeitig einzufangen: die Spielfreude gut gelaunter Musiker, den Funken der Spontaneität waschechter Jazzer, die Intimität des gefühlvollen Geschichtenerzählers, aber auch den Trotz des einzelnen Menschen inmitten einer undurchsichtigen Weltlage, also quasi den Zeitgeist – ohne sich ihm anzubiedern.

Teresa Präauer
Teresa Präauer ist Schriftstellerin und lebt in Wien. Sie studierte Germanistik und Malerei in Salzburg, Berlin und Wien und schreibt Romane, Erzählungen und Essays. Für ihren Roman „Für den Herrscher aus Übersee“ erhielt sie 2012 den aspekte-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Prosadebüt. Seither entstanden zahlreiche Bücher, übersetzt in mehrere Sprachen. Ihre Arbeit wurde u. a. mit dem Erich-Fried-Preis 2017, dem Ben-Witter-Preis 2022 sowie dem Bremer Literaturpreis 2024 für „Kochen im falschen Jahrhundert“ ausgezeichnet. Teresa Präauers Lesungen sind literarische Vortragskunst. Und laut Denis Scheck: „Mit das Klügste und Amüsanteste aus dem reichen Buffet der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.“

Eventdaten bereitgestellt von: oeticket

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