Mein Lieblingstier heißt Winter
Franz Schlicht, Tiefkühlkostvertreter aus Wien, erhält einen ungewöhnlichen Auftrag: Sein Kunde Doktor Schauer will sich in einer Tiefkühltruhe einfrieren lassen – doch als Schlicht zur vereinbarten Abholzeit erscheint, ist die Truhe leer. Auf der Suche nach der verschwundenen Leiche begegnet Schlicht einer Reihe bizarrer Figuren – die Grenze zwischen Realität und Absurdität verschwimmt zunehmend. Mit feinem Gespür für das Abgründige zeichnet Ferdinand Schmalz eine ebenso skurrile wie pointierte Bestandsaufnahme gesellschaftlicher Kälte. Sprachwitz und Lakonie verwandeln die Kriminalgeschichte in eine verstörend-komische Reise durch ein seltsam entgleistes Österreich.
Fanny Brunners Inszenierung wird vom Puppenspiel der Salzburger Schau- und Puppenspielerin Katharina Halus unterstützt. So wie in Schmalz‘ Geschichten das Alltägliche oft ins Absurde kippt, eröffnet auch das Puppenspiel neue Perspektiven auf Wirklichkeit und Wahrnehmung. Denn Puppen dürfen vermeintlich alles: Sie halten uns einen Spiegel vor, sie verführen und entführen uns in andere Welten und können dabei zutiefst menschlich, aber auch absurd, grotesk oder kreatürlich erscheinen.
REGIE Fanny Brunner
BÜHNE & KOSTÜME Daniel Angermayr
MUSIK Alex Konrad
PUPPENSPIELKONZEPT Katharina Halus
PUPPENBAU Gerti Tröbinger, Anna Travaglia, Katharina Halus
DRAMATURGIE Alexander Kratzer
MIT
Katharina Halus
Wolfgang Kandler
Elisabeth Kanettis
Noah Löffelberger
Almut Schäfer Kubelka
Jan Walter
Marko Sonkin