Wie ein roter Faden ziehen sich Vorbilder durch die Musikgeschichte der letzten Jahrhunderte. Zahlreiche Komponist:innen suchten in den Werken ihrer Vorgänger:innen Inspiration und Orientierung: Die niederländische Komponistin und Pianistin Henriëtte Bosmans – als Halbjüdin während der deutschen Besetzung Hollands verfolgt und heute kaum noch bekannt – verarbeitet in ihrem 1927 entstandenen Streichquartett Einflüsse ihrer französischen Zeitgenossen Claude Debussy und Maurice Ravel. Dem zweiten Streichquartett von Felix Mendelssohn Bartholdy, seinem ersten ›vollgültigen‹ Quartett, das er im Alter von nur 18 Jahren schuf, hört man wiederum seine Nähe zu Beethoven deutlich an. Franz Schubert ließ sich schließlich zu seinem Streichquartett Nr. 14 d-Moll von seinem wenige Jahre zuvor entstandenen Kunstlied Der Tod und das Mädchen inspirieren. Diesen musikgeschichtlichen Verbindungslinien spüren die Musiker:innen des Leonkoro Quartets nach, das zu den spannendsten Nachwuchsensembles unserer Zeit gehört.

»Das Leonkoro Quartet [...] hat eine enorme Bühnenpräsenz, glüht für die Musik, fährt volles Risiko und verblüfft durch das Einfühlungsvermögen in die jeweilige Klanglichkeit der Stücke [...]« (Frankfurter Allgemeine Zeitung).

Programm

Henriëtte Bosmans // 1895‒1952
Streichquartett // 1927

Felix Mendelssohn Bartholdy // 1809‒1847
Streichquartett Nr. 2 a-Moll op. 13 // 1827

// Pause //

Franz Schubert // 1797‒1828
Streichquartett Nr. 14 d-Moll D 810 ›Der Tod und das Mädchen‹ // 1824

Besetzung

Leonkoro Quartet
Jonathan Schwarz | Violine
Emiri Kakiuchi | Violine
Mayu Konoe | Viola Lukas Schwarz | Violoncello

Eventdaten bereitgestellt von: oeticket

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